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03. Juli 08

Die Könige des Radio

Der erzkonservative amerikanische Radiomoderator Rush Limbaugh hat einen 400-Millionen-Dollar-Vertrag mit Clear Channel, der mit 1200 Stationen und 4 Milliarden Dollar Umsatz größten und hochprofitablen Radiogruppe der USA, abgeschlossen, um seine Radioshow um 8 Jahre zu verlängern.

Der Rechtsaußen Limbaugh verhöhnt in seinen Shows Immigranten, Obdachlose, Feministinnen und Aidskranke, polemisiert gegen Liberalismus und Umweltpolitik und scheut nicht die plattesten Unwahrheiten. Die folgende Aufzeichnung kann leider nur einen kleinen Eindruck davon vermitteln:

Limbaugh erreicht mit seinem neuen Vertrag aber nicht die astronomische Vergütung von Howard Stern, der vom Satellitenradio-Betreiber Sirius über 5 Jahre 500 Millionen Dollar einstreicht. Sirius strahlt seine 69 Musikkanäle und 65 Talk-Kanäle über drei Satelliten aus. Zum Empfang ist ein spezielles Radio erforderlich, sowie ein Abo in der Höhe von $12,95 pro Monat. Sirius macht einen Jahresumsatz von ca. 1 Mrd Dollar und schreibt heftige Verluste.

Der hyperurbane Howard Stern, im Vergleich zu Limbaugh am entgegensetzten Ende des kulturellen Spektrums angesiedelt, provoziert das prüde Amerika seit über zwanzig Jahren mit zotigem Klamauk und Tabubrüchen zum Themenkreis Sex und Zusammenleben der verschiedenen ethnischen Gruppen.

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Kommentare

Tobias

Wie cool ist Howard Stern eigentlich!?!

Christoph

Wow, bis dahin hab ich noch ne Menge vor mir. Die Radioleute in Deutschland verdienen nicht mal einen Bruchteil davon. Aber bei uns gibts ja auch nicht solche Personalities. Zumindest nicht bundesweit. Ich glaube das würde unserem Radiogeschäft gut tun.

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